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Tel Aviv bedeutet übersetzt «Frühlingshügel» — und auch wir sind der Meinung, dass die moderne, kosmopolitische und lebhafte Energie der Stadt wohl mit keinem anderen Wort besser beschrieben werden könnte.

Nach Jerusalem ist Tel Aviv die zweite Grossstadt Israels und bietet viel Platz für die kreativen Vibes und die ausschweifende Lebensweise seiner Bewohner und Besucher. Egal mit wem man ins Gespräch kommt, hier scheint jeder in ein innovatives Start-up-Unternehmen involviert zu sein oder sich in selbstständiger Arbeit zu verwirklichen und vor allem jeden Tag zu hundert Prozent auszukosten. Nichts einfacher als das, in einer Stadt in der sich Landestradition mit globalen Einflüssen mischt: orientalische Küche inmitten von Bauhaus-Architektur, E-Bike-Touren in der arabischen Altstadt und am Hafen von Jaffa laute Beats, internationale DJs und angesagte Clubs. Wer vor lauter Möglichkeiten Luft schnappen muss, begibt sich am besten zu einem der Strandabschnitte der Stadt. Hier kann jeder — ob Surfer oder Sonnenanbeter — Energie tanken, um danach mit der wahren Attraktion Tel Avivs mitzuhalten: dem coolen Lifestyle. 

Die Israelis sagen, in Jerusalem werde gebetet, in Haifa gearbeitet und in Tel Aviv gelebt. Letzteres können wir bestätigen. Innert kürzester Zeit hat uns das Lebensgefühl der Stadt den Kopf verdreht und beim schwelgen in Erinnerungen schwingt die Leichtigkeit des Verliebtseins mit. 

Must do’s:

  • Den täglichen Vitamin-Booster in einer der vielen Juice Bars holen und mit dem frisch gepressten Saft in Richtung Strand schlendern.
  • Abends, kurz bevor man die Zehen in den Sand steckt, noch schnell eine Flasche Wein oder ein Sixpack Bier kaufen und anschliessend den Blick über das Mittelmeer schweifen lassen.
  • Nach Sonnenuntergang zum Rothschild-Boulevard schlendern, das gleichnamige Café ansteuern und entspannen. Danach sich zum Port Said begeben und ein Spät-Dinner einnehmen, während die hippe telavivian crowd vorbeiflaniert.
  • Eine Guided Telavivian Tour buchen auf http://telavivian.com/tours/ — Telavivian bietet eine Auswahl an persönlichen Stadtführungen an, die sich abseits der Touristenpfade abspielen und ganz besondere Ecken und Plätze der Stadt zum Vorschein bringen.

Reisetipps für Tel Aviv mit Local Soulmate Anna Kopito:

Da wir auf unseren Reisen immer auf die Lieblingstipps unserer Locals vertrauen, treffen wir in Tel Aviv Anna Kopito und bekommen einen tiefen Einblick in die israelische und jüdische Kultur. Anna hat polnische Wurzeln und ist in Stockholm aufgewachsen. Nach dem Studium in Business Administration an der Stockholm University School of Business hat Anna für Online-Portale wie Elle und Rodeo gearbeitet. 2012 hat sie beschlossen nach Tel Aviv zu ziehen und das Online-Magazin «Telavivian» zu gründen, in welchem sie die Ereignisse und Neuigkeiten der kultur-kreativen Szene der Stadt bündelt. 

Hier unsere Tipps für einen perfekten Tag in Tel Aviv.

9.00 Uhr Frühstück: 

  • Rothschild 12 — 12 Rothschild Blvd: Egal, ob man sich hier zum Frühstück oder abends auf einen Drink verabredet, in dem coolen Café, im Herzen des Rothschild Boulevards, trifft man die kreative Szene Tel Avivs und kann wunderbar Leute beobachten. Wer Glück hat, ist vor Ort, wenn Live-Musik gespielt wird. Selbstredend, dass dieses Café sofort zu unserem Lieblingsspot wurde.
  • Manta Ray — Yehezkel Kaufmann-St. 703: Das Manta Rey liegt direkt am Strand und ist ein Place to be — sei es zum lecker frühstücken, lunchen oder abendessen. Der unbezahlbare Blick direkt aufs Meer und die Möglichkeit eines Strandspaziergangs im Anschluss, lassen in uns Urlaubsfeeling pur hochkommen.

10.00 Uhr Sommer Contemporary Gallery

Mit dem Ziel, israelischen Künstlern eine international beachtete Plattform zu erschaffen und gleichzeitig ausländischen Input in Israels Kunstszene zu integrieren, gründete Irit Fine Sommer 1999 ihre Galerie in Tel Aviv. Zu den Besonderheiten gehören unter anderem einzigartige Installationen, die Künstler aus einem bestimmten Kontext erschaffen, aber auch die Förderung aufstrebender Jungkünstler.

12.00 Uhr Lunch im «The Norman Hotel»

Selbstgebackenes Brot und Boutique Hotel passen nicht zusammen? Doch! Im «The Norman Ho-tel» kann man sich im oasenartigen Garten niederlassen und genau das zum Lunch geniessen. Weitere Highlights sind die tolle Dachterrasse — bestens geeignet für ein romantisches Dinner — und der Pool mit Aussicht auf die Stadt. Der ausgezeichnete Service im Hotel macht einen Besuch zu einer runden Sache.

13.00 Uhr Karmel Market: 

Der grösste Obst- und Gemüsemarkt in Tel Aviv, wo man sich in all den orientalischen Geschmäckern und Gerüchen verlieren kann. Von Falafel über köstliche Fleischgerichte bis zu Hummus gibt es hier alles, was das Herz begehrt. Unsere Empfehlungen für einen Snack am Karmel Market:

  • Hummus HaCarmel: Der Hummus im gleichnamigen Restaurant auf dem Karmel Markt in Tel Aviv ist legendär.
  • Meat Market: Das Gründertrio der Metzgerei auf dem Karmel Markt ist ungewöhnlich. Da wären Yaniv Bar-Nur, der Anwalt, Uri Weinstein, der High-Tech-Spezialist und Yaron Kestenboum, der Koch. Ihr «Butcher Shop» mit angeschlossenem Restaurant mauserte sich innert kürzester Zeit zum Place to Be für Fleischliebhaber. Wieso? Die Produkte stammen ausschliesslich von lokalen Biofarmen.

14.00 Uhr Tel Aviv Museum of Art:

Das Kunstmuseum Tel Avivs beherbergt grosse, moderne und zeitgenössische Werke und zeigt regelmässig Ausstellungen unterschiedlicher Künstler. Nebst dem Hauptsitz auf dem Shaul HaMelech Boulevard gibt es noch zwei weitere dazugehörige Gebäude, die sich alle durch ihre besondere Architektur auszeichnen und schon allein deshalb einen Besuch wert sind.  

15.00 Uhr District Neve Tzedek: 

Das Künstlerviertel Neve Tzedek eignet sich hervorragend für einen ausgedehnten Bummel in einzigartiger Atmosphäre. Wohin man auch schaut: exklusive Boutiquen, Design-Shops und wunderschöne orientalische Cafés. Hier ist alles etwas gehobener, aber gleichzeitig sehr entspannt.

15.30 Uhr Anita «La Mamma del Gelato»

Wir wissen nicht, wer Anita ist, aber wir wissen, dass sie den Titel «La Mamma del Gelato» zu Recht trägt. Egal, ob Eis, Frozen Yoghurt oder Sorbet, alles schmeckt fantastisch und es fällt wahrlich schwer, sich für einen der gefrorenen Träume zu entscheiden.

16.00 Uhr Jajo Wine Bar

In der Jajo Wine Bar im Viertel Sarona findet Fine Dining in Katakomben statt. Die exzellente Weinkarte wird von Kreationen der erfahrenen Chefköchin, Adi Levi, komplementiert. Die Basis: neu interpretierte französische Küche.

17.00 Uhr Miznon

Die beste Lösung für den schnellen Hunger? Ein gefülltes Pita Brot von Miznon. Während dem Essen im Stehen erlebt man die perfekte Symbiose aus der Dynamik Tel Avivs und köstlichem israelischem Streetfood. Der Betreiber, Eyal Shani, hat es tatsächlich geschafft, etwas so Simples zu einem kulinarischen Must Have zu machen. Hut ab!

19.00 Uhr Abendessen: 

  • Salon Romano — 9 Derech Jaffa: Scheinbar wird alles, was Eyal Shani anfasst, zu Gold. Sein neuster Geniestreich: das Restaurant Romano. Es orientiert sich an einer fleischlosen Küche und trifft damit den Zahn der Zeit. Einen Tisch zu ergattern ist nicht leicht, aber die Geduld zahlt sich spätestens beim Probieren des himm-lischen Knafeh, einer türkischen Käse-Süssspeise, aus. Weitere aussergewöhnliche Desserts gibt es hier erst nach Mitternacht. Das heisst: viel Zeit lassen beim Geniessen!
  • Dalida Restaurant — 7 Zvulun: Dalida ist das perfekte Restaurant für einen ausgelassenen ersten Abend in der Stadt. Die moderne Küche zaubert hervorragendes Essen, das geschmacklich einmal quer durch den Mittleren Osten führt. Hier fühlt man sich willkommen wie ein guter Freund; der Service ist sehr professionell.
  • Shila — 182 Ben Yehuda: Schon fast ein Evergreen: Das Restaurant Shila besteht und überzeugt seit zehn Jahren. Die Gerichte sind frisch, bunt und liebevoll zubereitet. Besonders die grosse Auswahl an Fisch, Meeresfrüchten und hochwertigem Wein macht diese Institution in Tel Aviv zum Place to Be für Gourmets. Von den Zutaten bis zum Publikum ist hier alles sehr «high class».
  • Port Said — 5 Har Sinai St.: Port Said gilt in Sachen Nachtleben als einer der beliebtesten Spots. Schon früh am Abend sind alle Tische und sämtliche Stufen vor dem Restaurant besetzt. Trotzdem oder gerade deswegen ist alles sehr entspannt. Mit Blick auf die imposante Struktur der Grossen Synagoge geniesst man hier eine Variation köstlichster Gerichte oder auch einfach nur ein eiskaltes Bier. Natürlich hat auch hier Tausendsassa Eyal Shani seine Finger im Spiel und serviert — ganz typisch für ihn — auf Pappkarton ein einfaches aber einzigartiges Menü. Sehr beliebt sind das Minute Steak oder der French Toast. Zusammen mit anderen Grössen der Gastroszene wurde hier ein extrem authentischer Platz für den perfekten Abend in Tel Aviv erschaffen.

23.00 Uhr Kuli Alma

Kuli Alma ist aramäisch und bedeutet übersetzt «die ganze Welt». Dieser Name beschreibt nicht nur das angestrebte globale Musikrepertoire, sondern auch eine Offenheit gegenüber allen Nationen, die im Kuli Alma die Nacht zum Tag machen wollen. Das Juwel von Tel Avivs Nachtleben bietet alles, was das Nachtschwärmer-Herz begehrt: eine kunstvolle Einrichtung, tolles Essen — auch vegetarisch und vegan —, eine coole Bar, einen Dancefloor mit super Sound System und einen Open-Air-Bereich, wo man unter dem Sternenhimmel feiern kann. Was will man mehr.

Stadtteil Jaffa: 

Jaffa ist der älteste und geschichtsträchtigste Teil Tel Avivs. Während eines Spaziergangs durch die charmanten Gässchen und vorbei an historischen Gebäuden wird einem die rasche Entwick-lung der Hafenstadt vor Augen geführt.

  • Flohmarkt Jaffa — Yefet Street: Täglich (ausser samstags) wird auf dem Flohmarkt gefeilscht, gestöbert und gegessen. Von Retro-Ramsch über modernen Designerschmuck bis hin zu lokalen Delikatessen — hier gibt es fast alles. 
  • Bino Shawarma — 3 Beit Haeshel St.: Mitten auf dem Flohmarkt in Jaffa befindet sich der legendäre «Binos Shawarma Stand» mit dem angeblich besten Shwarma in ganz Tel Aviv. Die perfekte Stärkung beim Power-Flohmi-Shopping.

Workout time: 

  • Gordon´s Pool — 14 Eliezer Peri: Bahnen schwimmen in natürlichem Salzwasser — das kann man im direkt am Hafen gelegenen Fitnesscenter «Gordon’s Pool“» Jeden Tag wird das Schwimmbecken mit frischem Meerwasser befüllt. Danach entspannt auf den Holzpaneelen liegen und in der Sonne trocknen lassen — welch Wohltat.
  • Surfing at the Hilton Beach — HaYarkon St.: Zu den besten Surferspots des Landes gehören die beiden Strände links und rechts vom Hotel Hilton. Daher auch ihr Name: Hilton Beach. Dank der Mole vor der Küste werden Strömungen umgeleitet; das reibungslose Surferlebnis ist garantiert.

Viel Spass beim Entdecken!

Text & Fotos: Nectar & Pulse
Regie & Edit: TROYEAH
Kamera: Spinadavide

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