Papua-Neuguinea

Mit rituellen Tänzen werden die Ahnen angerufen, mit dem Mobiltelefon die lebenden Verwandten. Geisterhäuser und Handys koexistieren im drittgrössten Inselstaat der Welt auf selbstverständliche Weise. So auch die Naturschätze: Mini-Gletscher treffen auf tropisch schwüle Regenwälder; Sandstrände, Vulkane, Sümpfe und Mangroven sind ein Dorado für Weltenbummler.

Die Superlative zeigen sich auf lebendige Weise: in Gestalt der grössten Taube, des grössten Tagfalters oder des grössten Schmetterlings der Welt. Sie zeigen sich aber auch in gelebter Kultur: Die 7.3 Millionen Einwohner sprechen zusammen 839 verschiedene Stammessprachen. In Westpapua gibt es sogar noch Bewohner, die «Unserdeutsch» sprechen. Ein linguistisches Überbleibsel der Kolonialzeit. Wer aus dem Staunen noch heraus kommt, verschluckt sich spätestens beim Anblick des Sepik-Flusses an seiner Betelnuss. Die Fahrt von Dorf zu Dorf gleicht einem Welten-Hopping, hat doch jeder Stamm eigene Traditionen. Gemein ist ihnen die Verbindung zur Natur. Auf PNG — wie Papua Neuguinea genannt wird — gibt es nicht umsonst die einzige Bank, die Muschelgeld in harte Währung wechselt.