Marokko

Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Wahrsagerinnen und Gaukler tummeln sich auf dem Djeema el Fna, dem tosenden Marktplatz mitten in Marrakesch, wo Heerscharen an Geräuschen und Gerüchen die Sinne verwirren.

«Schau mir in die Augen Kleines» sagte einst Rick zu Ilsa in der ersten deutschen Synchronversion von «Casablanca» – bei diesem Land sollte man wahrlich genauer hinschauen: Marokko fasziniert mit goldenen Dünen der Sahara südöstlich des Atlas-Gebirges, aber auch mit grünen, fruchtbaren Ebenen nordwestlich. Im wilden Galopp prescht eine Gruppe Berber-Hengste vorbei – Staub wirbelt auf. Die Reiter heben ihre Gewehre und feuern ein paar Schüsse in die Luft – das ist eine «Fantasia», nur eines von vielen Volksfesten Marokkos im Herbst. Geschäftiges Stadtleben in Marrakesch oder Casablanca, mittelalterliche und schmale Gassen in der Königsstadt Fès, auf den Spuren von Piraten in Rabat oder endlose Sandstrände in Agadir – in Marokko trifft alt auf neu, Modernität auf denkwürdige Vergangenheit. Ruhiger geht es auch: Fernab vom Rummel in einem versteckten Riad gemütlich einen Pfefferminztee schlürfen, dabei Tajine schlemmen und danach die Geschmacksnerven mit frischem Orangensalat mit Datteln und Mandeln oder B’stilla verwöhnen.